Lindenberg

1348 als „Ly(n)tenberg“ („Siedlung am Berg mit/bei den Linden“) erstmals urkundlich genannt, gehörte das Dorf zum Gericht Hassenberg und bis 1826 zu Sachsen-Coburg, 1826-1920 zu Sachsen-Meiningen.

Das Rittergut war jahrhundertelang im Besitz der Familie von Redwitz, kam 1704 an die von Rosenau, war dann 1724-1779 Eigentum derer von Würzburg und 1780-1849 im Besitz der Familie von Kanne. Dann in bürgerliche Hände gekommen, avancierte es zu einem landwirtschaftlichen Mustergut, welches allerdings in den 1920er Jahren aufgelöst wurde.

Die Lindenberger („Schumlacher“) verdienten im 19. Jahrhundert ihr Brot vor allem als Leineweber, Maurer und Bergarbeiter. Landwirtschaft wurde zumeist nur nebenbei betrieben. Das Dorf galt als eines der ärmsten im Sonneberger Unterland. Erst in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts änderte sich dies.

Bis 1980 hatte Lindenberg zudem als Schulstandort auch überörtliche Bedeutung. Nach der Wende blühte vor Ort ein reges Vereinsleben auf. Seit 14. Juli 1993 gehört Lindenberg zur Gemeinde Neuhaus-Schierschnitz. Der östlich gelegene Bürgleß, ein Zechstein-Relikt, ist Naturdenkmal.

 

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