Sichelreuth

Sichelreuth entstand als Rodungssiedlung (Zeilendorf) im 12./13. Jahrhundert auf einer Niederterasse an der Föritz und wurde um 1275 als „Sygelngeruthe“ („Rodung eines Sigilo bei einem sumpfigen Flurstück“) erstmals urkundlich genannt.

Eine Besonderheit des jahrhundertelang zum Gericht Neuhaus gehörenden Sichelreuth war seine lange unterschiedliche kirchliche Zugehörigkeit:
Die westliche Ortshälfte („Abendseite“) gehörte zum Kirchspiel Mupperg, die östliche („Morgenseite“) hingegen zur Pfarrei Schierschnitz.

Politisch kam Sichelreuth bereits 1735 von Sachsen-Coburg an Sachsen-Meiningen. Aufgrund guter Böden war es ein blühendes Bauerndorf, welches sich schon 1811 ein eigenes Schulhaus errichtete.

1923/24 bildeten Sichelreuth und Lindenberg kurzzeitig einen Gemeindeverbund.

1959 erfolgte die Eingemeindung Lindenbergs nach Sichelreuth.

Seit 1. Januar 1993 gehört Sichelreuth zur Gemeinde Neuhaus-Schierschnitz. Trotz Errichtung neuer Eigenheime nach der Wende hat sich der Ortsteil bis heute sein ländliches Gepräge bewahrt.

Sichelreuth